Die sizilianische Küche zählt zu den vielfältigsten in ganz Italien. Geprägt von frischen Meeresfrüchten, Zitrusfrüchten, Gemüse und traditionellen Rezepten bietet Sizilien eine beeindruckende kulinarische Vielfalt. In diesem Artikel erfährst du, welche typischen Gerichte und Spezialitäten du auf keinen Fall verpassen solltest.
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Essen auf Sizilien
Spezialitäten

Pasta alla Norma
Pasta alla Norma ist ein Klassiker aus Sizilien: Pasta mit Tomatensauce, gebratenen Auberginen und Ricotta salata. Manchmal wird sie auch mit anderen Toppings wie Pistazien oder extra viel Parmesan serviert. Ein einfaches, aber richtig gutes Gericht, das man in Sizilien überall findet.

Cannoli
Cannoli sind knusprige Teigröllchen aus Sizilien, gefüllt mit süßer Ricotta-Creme. Neben der klassischen Ricotta-Füllung gibt es auch Varianten mit Pistazie, Schokolade oder Mascarpone. Oft werden sie zusätzlich mit kandierten Früchten, Schokostückchen oder Nüssen bestreut. Ein super typisches sizilianisches Dessert.

Arancini
Die Arancini sind eines der bekanntesten Streetfoods Siziliens. Dabei handelt es sich um gefüllte Reisbällchen, die paniert und frittiert werden. Die klassische Füllung besteht aus Ragù, Erbsen und Mozzarella, es gibt aber viele Varianten, zum Beispiel mit Schinken, Pistazien oder Spinat. Typisch ist der Unterschied je nach Region: In Catania sind Arancini oft kegelförmig, in Palermo eher rund und werden dort meist Arancina genannt. Gegessen werden sie als Snack, schnelles Mittagessen oder unterwegs frisch aus der Bar oder dem Straßenstand

Granita
Granita ist eine typische sizilianische Süßspeise aus Wasser, Zucker und Frucht oder Nüssen, die halbgefroren serviert wird. Besonders beliebt sind Sorten wie Zitrone, Mandel, Pistazie oder Kaffee. Auf Sizilien wird Granita traditionell mit Brioche gegessen, oft schon zum Frühstück. Sie gilt als fester Bestandteil der sizilianischen Alltagskultur und wird besonders in den warmen Monaten geschätzt. Granita ist weniger cremig als Eis und überzeugt durch ihren intensiven, klaren Geschmack.

Salsiccia
Salsiccia ist eine traditionelle italienische Rohwurst, die in Sizilien besonders rustikal und aromatisch daherkommt. Sie wird meist aus grob gewolftem Schweinefleisch hergestellt und mit Salz, schwarzem Pfeffer, Fenchelsamen und oft etwas Knoblauch gewürzt. Typisch für Sizilien ist die frische Variante, die entweder gegrillt, gebraten oder aus dem Darm gedrückt als Würzbasis für Pasta und Gemüsegerichte verwendet wird. Kräftig, saftig und ehrlich, Salsiccia schmeckt nach Dorfküche, Holzkohlegrill und langen Abenden im Süden.

Caponata
Caponata ist ein klassisches sizilianisches Gemüsegericht, das die süß-saure Seele der Insel einfängt. Hauptzutat sind Auberginen, die goldbraun frittiert und anschließend mit Tomaten, Sellerie, Kapern und Oliven geschmort werden. Essig und ein Hauch Zucker sorgen für den typischen agrodolce-Geschmack. Je nach Region werden Rosinen oder Pinienkerne ergänzt. Lauwarm oder kalt serviert ist Caponata Vorspeise, Beilage oder Antipasto und schmeckt nach Sonne, Meer und sizilianischer Hausküche.
Rezept Ideen
Arancini al Ragù
Zutaten (für 10 Portionen) Zubereitungszeit: 1h
625 g Risottoreis, 200 g geriebener Parmesan, 5 EL Butter
2.5 große Zwiebel, 1,250 g gemischtes Hackfleisch, 375 g Tomatensauce
250 g Erbsen – TK, 125 g Mehl, 200 g Paniermehl, 2.5 Ei
Salz und Pfeffer, Pflanzenöl zum Frittieren
Zubereitung
1. Risotto-Reis nach Packungsanleitung kochen. Eingelegte Tomaten in kleine Würfel schneiden. Basilikum fein hacken.
2. Reis, Tomaten und Basilikum in einer Schüssel mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
3. Risotto-Mischung jeweils um eine Mozzarella-Kugel legen und zu etwa golfballgroßen Bällchen formen.
4. Zum Panieren Risotto-Bällchen erst in Mehl, dann in verquirltem Ei und zum Schluss in Semmelbröseln wälzen.
5. Öl in einem kleinen Topf erhitzen, bis es ca. 180 Grad erreicht hat. Arancini portionsweise 5–6 Minuten frittieren, bis sie eine goldbraune Farbe haben. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Caponota
Zutaten (für 4 Personen)
Vorbereitungszeit: 45min / Zubereitungszeit: 1h 30min
2 Auberginen, 1 rote Spritzpaprika, 2 kleine Zucchini, 1 gelbe Paprika
2 Tomaten, 1 Gemüsezwiebel, 2 Stangen Sellerie, 1 handvoll schwarze Oliven
200ml passierte Tomaten, 1 EL Pinienkerne, 2 EL Rosinen, 1 Zehe Knoblauch
1 TL Kapern (optional), 2 EL Weißweinessig, 1 TL Honig oder Zucker
4 EL Olivenöl, Basilikum, 3 Stängel Petersilie,
Salz nach Gefühl, schwarzer Pfeffer (ganz) frisch gemahlen
1. Vorbereitung
1. Die Auberginen und die Zucchini in grobe Würfel schneiden und gut einsalzen. Die Würfel in einer Schüssel mindestens 30 Minuten lang Wasser ziehen lassen und immer wieder durchrühren.
2. Danach das Gemüse zum Abtropfen in ein Sieb geben und mit einem Teller beschweren, so dass wirklich einiges an Flüssigkeit herauskommt. Mindestens weitere 30 Minuten abtropfen lassen.
3. Den Sellerie in Scheiben schneiden, ca. 0,5 cm dick. Die Zwiebel pellen, halbieren und in feine Ringe schneiden.
4. Die Tomaten überbrühen, abschrecken und die Haut abziehen. Dann die Tomaten fein würfeln. Ebenso die Knoblauchzehe.
5. Die Paprika halbieren, entkernen und grob Würfeln.
6. In einer separaten Pfanne die Pinienkerne ohne Öl bei hoher Hitze rösten und zum Abkühlen auf einen Teller geben.
7. Dann in der heißen Pfanne die Paprikastücke in etwas neutralem Öl scharf anbraten, damit sie Röstaromen bekommen.
3. Auberginen frittieren:
1. In einem hochwandigen Topf 1 Liter Rapsöl auf ca. 180°C erhitzen. Das lässt sich am Besten mit einem Digitalthermometer kontrollieren. Die Auberginen- und Zucchiniwürfel mit Küchenpapier gut abtupfen und portionsweise im Öl goldbraun frittieren.
2. Die fertigen Würfel mit einem Schaumlöffel o.ä. aus dem Fett heben und auf mehreren Lagen Küchenpapier abtropfen lassen.
2. Zubereitung
1. In einem Schmortopf, in den später das gesamte Gemüse passen soll, das Olivenöl sehr sanft erhitzen und die Zwiebeln darin auf sehr kleiner Hitze langsam karamellisieren lassen. Das dauert ca. 45 Minuten.
2. Immer wieder prüfen und umrühren, denn die Zwiebeln dürfen auf keinen Fall verbrennen! Gebt ruhig ab und zu einen Esslöffel Wasser in die Pfanne.
3. Nach 15 Minuten kommt der Sellerie dazu. Der sondert auch etwas Flüssigkeit ab und hilft, dass die Zwiebeln nicht verbrennen.
4. Wenn die Zwiebeln und der Sellerie zu karamellisieren beginnen, den Knoblauch hinzugeben und für etwa eine Minute mitdünsten.
5. Dann den Zucker darüber streuen und ca. 3 Minuten lang karamellisieren lassen.
6. Mit dem Essig ablöschen, gut durchrühren und die Tomatenwürfel dazugeben. Diese nun ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis sie weich werden.
7. Dann die passierten Tomaten, die Oliven, Korinthen (evtl. Kapern) und etwa 100ml Wasser zufügen und köcheln lassen. Mit Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken.
4. Caponata fertigstellen:
1. Die Paprika, die Auberginen und die Zucchini zur Caponata geben und weitere 20 Minuten leise blubbern lassen. Eventuell müsst ihr noch etwas Wasser zugeben, denn das frittierte Gemüse saugt noch einiges an Flüssigkeit auf.
2. Zu guter Letzt alles mit einem guten Olivenöl, fein gehackter Petersilie und grob gezupften Basilikumblättern abschmecken und mindestens eine Stunde lang durchziehen lassen.
3. Erst kurz vor dem Servieren die Pinienkerne darauf geben.
4. Am besten schmeckt die Caponata aber, wenn sie über Nacht durchziehen durfte. Caponata wird am besten mit geröstetem Weißbrot gegessen. Wer aber mächtig Hunger hat, kann sie auch mit Pasta servieren.